2009-12-23 12:15 von Gerhard Jensen
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2009-12-23 12:15 von Gerhard Jensen
Vor Antritt der Fahrt war ich ein wenig skeptisch, trotz der Lobeshymnen anderen Tauchkameraden:
„Was gibt es in der Ostsee schon groß zu sehen?“ Die Anreise der 22
Teilnehmer erfolgte individuell und gestaltete sich dank eines mehr als
10 Kilometerstaus auf der A2 und der Landstraße etwas schleppend. Nach
Ankunft auf dem Campingplatz wurden die 4 „Luxushütten“ und eine
Standardhütte bei leichtem Regen bezogen. Die Luxushütten sind
angeblich für 8 Personen ausgelegt, die Verhältnisse sind auch mit fünf
erwachsenen Bewohnern mit Tauchgepäck immer noch als beengt zu
bezeichnen. Ideal wäre eine 4er-Belegung. Die Luxushütten haben ein
kleines Bad mit Dusche und Toilette, die Standardhütten nicht. Dazu
aber später mehr.
Am nächsten Morgen erfolgte dann der erste Tauchgang unmittelbar vom Steg des Campingplatzes. Hier die erste angenehme Überraschung. Die Sicht war gut (ca. 6 Meter), schöner Pflanzenbewuchs, viele Krabben, Seesterne und Fische. Die Unterwasserwelt war insbesondere zwischen 3 und 15 Metern artenreich, darunter wurde es karg.
Das Flaschenfüllen nach dem Tauchgang klappte absolut reibungslos, wie an den folgenden Tagen auch. Ein großes Lob dafür an die Inhaber des Platzes. Am Nachmittag folgte ein zweiter Tauchgang.
Für den nächsten Tag hatten wir ein Boot gemietet und sind dann zu einem nahe gelegenen Tauchplatz (Voltstedt) gefahren, der nur vom Meer aus zu erreichen ist. Toller Tauchgang bis auf 30 Meter zu der dortigen Steilkante. Ein Highlight in ca. 8 Meter Tiefe, ich sah einen Seeskorpion.
Am dritten Tag erfolgte dann ein Tauchtripp mit dem PKW nach Middelfart. Hier sollte ein Strömungstauchgang erfolgen, leider herrschte keine besonders gute Sicht und wenig Strömung. Nachmittags dann noch mal Easydiving am Campingplatz.
Sonntag nach dem Frühstück dann die Abreise nach einem tollen Tauchwochenende. Aber ich will meinen Bericht nicht ohne zwei kleine Anekdoten beenden.
Während unseres Aufenthaltes wurde in Dänemark Midsommernacht gefeiert. Es wurde mir berichtet, dass dies ähnlich wie Silvester in Deutschland, also mit Feuerwerk und Lagerfeuer gefeiert wird. Nach dem gemeinsamen Abendessen gegen 21:00 Uhr, also am hellen Tag, dann plötzlich lautes Knallen am Strand. Man hatte das Feuerwerk gestartet und das Lagerfeuer entzündet. Aber nicht nur auf unserem Campingplatz, sondern ringsum auch. Schon ein wenig komisch - als es dann endlich dunkel war, war das Lagerfeuer herunter gebrannt.

Nun zur zweiten kleinen Geschichte zum Schmunzeln. Wie ich oben bereits geschrieben habe, gab es in den Luxushütten ein kleines Bad. Unsere Hütte war mit drei Frauen und zwei Männern belegt. Wir (die Männer) haben den Damen das Bad weitestgehend überlassen und sind in die Gemeinschaftsdusche ausgewichen. Die Tücke lag hier im Objekt. Um duschen zu können, musste man eine Karte durch einen Kartenleser ziehen. Dann gab es eine begrenzte Zeit Wasser. Einer unserer Taucher, mit längeren Haaren, begab sich eines Abends in die Gemeinschaftsdusche, seifte sich ein ----------- Wasser weg. Trotz Flüchen und guter Worte, die Dusche gab keinen Tropfen mehr her. Laut schimpfend trat er, immer noch schaumbeladen, nur mit einer Badehose bekleidet, den Rückweg in die Hütte an, um sich hier endgültig abzuduschen.
Abschließend bleibt nur noch anzuführen: Wir kommen wieder!!